surF - Liberales im Netz
surF liefert Woche für Woche liberale Fundstücke aus dem Internet. Davon gibt es mehr als man denkt, vom flammenden Bloggerstatement bis zum stringent argumentierenden Leitartikel, vom Freiheitsvideo bis zur bissigen Karikatur.
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Neben der Hartz-IV-Debatte köchelt noch ein weiteres Thema vor sich hin, von dem viele meinen, eine breite gesellschaftliche Debatte sei längst überfällig: Manche titulieren es Technikfeindlichkeit, manche Ökologismus. Eine Kartoffel hat es wieder ins Blickfeld gerückt.
Potzblitz – nun hat es auch die SPD erwischt: Da kann man sich laut SPIEGEL online mittels einer Art Punktesystem via "Vorwärts" in einen Kaminabend mit hochrangigen Vertretern der Sozialdemokratie einkaufen. surF hält das für eine Ente…
Die heutige surF-Ausgabe bringt das erste Mal ein Solo-Programm. Manchmal sind die Blogger eines Blogs eben so gut in Form, dass Beiträge von hoher Qualität gleich reihenweise veröffentlicht werden – die Rede ist von den Bissigen Liberalen ohne Gnade.
Angesichts der Renaissance spätrömischer Dekadenz dieser Tage bietet sich ein Ausflug in die Geschichte an. Man kann sagen was man will: Guido Westerwelle hat dafür gesorgt, dass die Republik über Domitian, Hadrian und Caracalla diskutiert. Das ist praktische Bildungspolitik.
Die heutige surF-Ausgabe befasst sich mit der grundlegenden Weisheit „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“ und außerdem mit den Vorzügen einer Politik, die es gar nicht gibt und die dementsprechend in der Presselandschaft kaum ein Echo findet.
"Was würden Sie einem jungen Umweltschützer heute sagen?", fragte der Technology Review einen Chemiker. Seine Antwort: "Sie haben das Herz am richtigen Fleck, sehen Sie zu, dass Sie auch Ihren Kopf orientiert kriegen!" – vielleicht liest das Interview ja auch der Chef des Uno-Klimarats.
Schon mal über Kabelsalat geärgert? Die spontan auftretenden und schwer zu entwirrenden Knotenbildungen oder Verwicklungen von elektrischen Kabeln gibt's auch in der Politik - dort nennt man sie "Bürokratie". Am Ende bewegt sich nichts mehr.
Wer ist Deutschlands größter Parteispender? Flick? Eine Investmentbank, auf die Bermudas ausgelagert? Von Bohlen zu Reibach? Gar Dieter Bohlen? Nein, es ist ein kommunistischer Bergmann aus Moers, der der MLPD etwas Gutes getan hat. Ein Skandal!
Was 10 oder 15 Zentimeter Schnee nicht so alles auslösen können: Staus, Verspätungen bei der Bahn und den Beginn einer Klimadebatte, die diesen Namen auch verdient. So können sich neben rodelbegeisterten Kindern auch die Freunde des freien Diskurses über das Wetter freuen.
Das letzte surF des Jahres stellt ein paar Fundstücke zusammen, die besonders als besonders interessant zu werten sind. Wer über die Feiertage Zeit hat, kann sich die Freiheit nehmen, noch einmal zu genießen. Das ist aber kein Jahresrückblick…
"Wie oft ich in meinem Leben schon mit dem Vorwurf des 'Manchestertums' konfrontiert wurde, weiß ich selbst nicht", sagte Otto Graf Lambsdorff 2004. surF hat einige Reden und Papiere des großen Liberalen zusammengetragen, die jedes für sich lesenswert sind.
Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Da geht der Berliner Senat ausnahmsweise einmal den Weg der Liberalisierung – und bekommt das Ergebnis prompt vom Bundesverfassungsgericht um die Ohren gehauen. Immerhin: Klaus Wowereit will retten, was zu retten ist.
Was ist nur mit unseren Ministerinnen los? Die eine lebt in zwei Welten, die andere klagt gegen sich selbst. Verknüpft werden diese beiden Feststellungen, wie kann es anders sein, im Internet, dem großen, neuen und unentdeckten Kontinent.
Es gibt durchaus Belege für einen Zeitgeist-Wechsel in diesem Jahr – doch an einer Stelle scheint der Zeitgeist in Blei gegossen: Die aktuellen Studentenproteste scheinen wie eh und je mehr auf Sozialismus als auf bessere Unis abzuzielen.
Zwei Wege führen zu verständlichen Gesetzen: Frau Thiemes Gespür für Sprache oder von vornherein einfache Regelungen. Die hätten ganz nebenbei auch noch den Vorteil, Milliarden einzusparen. Viele Milliarden…
Die ersten Tage des November vor 20 Jahren waren die Tage der Implosion des SED-Regimes. Höhepunkte: Die Großdemonstration am 4. November 1989 am Berliner Alexanderplatz und der Mauerfall am 9. November. Immer im Mittelpunkt: Günter Schabowski.
Mit dem Ausspruch "tu felix Austria" wird unseren Nachbarn eine besonders glückliche Veranlagung oder Lebensart nachgesagt. Während in diesen Tagen die Liberalen in Deutschland wieder in die Regierung eintreten, sind die Liberalen in Österreich davon weiter entfernt denn je.
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama könnte sich als Danaer-Geschenk erweisen, die ohnehin hohe Erwartungshaltung für den US-Präsidenten zu einer schweren Last werden – selbst Spott sieht sich Obama inzwischen ausgesetzt.
Endlich gibt es ein gutes Argument dafür, der FDP im Bundeskabinett 60 (in Worten: sechzig) Ministerposten zuzugestehen. Abstrus? Warum nicht, wenn die Grünen im Saarland mit drei Abgeordneten vertreten sind und dafür zwei Ministerien erhalten…
Die Berichterstattung über "Deutschland nach dem schwarz-gelben Wahlsieg" ist weitgehend von geradezu rührender Oberflächlichkeit gezeichnet – die meisten "Expertenrunden" zum Thema sollten bei Astro-TV angesiedelt werden. Hochkonjunktur für Kaffeesatzleser.
Die meisten Deutschen denken heute mit Freude an den 30. September 1989 zurück, als Hans-Dietrich Genscher den Prager Botschaftsflüchtlingen die Freiheit versprechen konnte. Für viele aber ist dieser Tag noch 20 Jahre später scheinbar ein Stachel im Fleisch…
In einem Punkt herrscht im Wahlkampf Einigkeit – wir brauchen mehr Bildung in Deutschland. Allerdings: Wo Liberale Bildung meinen, wenn sie Bildung sagen, meinen andere Erziehung. Ein auch im Energiesparlampenlicht erheblicher Unterschied…
Kennen Sie eine durch und durch liberale Tageszeitung, die diesen Namen auch verdient? Falls nicht – im Internet tummeln sich liberale Autoren zuhauf und es gibt so einige Möglichkeiten, sich eine entsprechende Lektüre zusammenzustellen.
Ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist oder ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist?
surF bewegt sich heute an der Trennlinie zwischen Bürger und Untertan und wirft einen Blick auf die deutsche Verbotskultur…
„Chronik einer Panik“ – so titelte die Zeit vor fünf Jahren und stellte ausführlich die Geburt und den Untergang des „Waldsterbens“ dar. Eine Lehrstunde darüber, wie sich Medien und Wissenschaft gegenseitig zu Fehlleistungen anstacheln können...
Das Thema Steuern schreckt viele ab. Weil sie zahlen müssen, weil sie umständliche Formulare ausfüllen müssen und weil Zahlensalat eh langweilig ist. Das muss nicht sein, meint
surF nach dreiwöchiger Sommerpause.
Da ist sie plötzlich, die parlamentarische Sommerpause. Der Bundestag macht Urlaub. Politik wird zum Wahlkampf und verlagert sich auf Marktplätze.
surF hat ein rhetorisches Trostprogramm zusammengestellt…
Sommerzeit, Ferienzeit, Lesezeit. Endlich in Ruhe ein Buch lesen. Am besten ein politisches. Das Internet kann bei der Auswahl der richtigen (natürlich liberalen) Lektüre große Hilfe leisten.
Was wäre, wenn Geld ein privates Gut wäre, das sich im Wettbewerb bewähren müsste wie andere Waren? Die Finanzmarktkrise bringt Diskussionen auf, denen viele noch eher erschrocken gegenüber stehen: Überwindung der Krise durch gutes Geld!
Seit dem heftig umstrittenen Wahlausgang in Iran zeigt sich das Internet von seiner besten Seite – als Plattform zur Umgehung staatlicher Zensur. Das könnte auch auf die Debatten zur Internet-Sicherheit hierzulande Auswirkungen haben.
Abschaffen ist schon lange so gut wie abgeschafft, Verbote verbieten ist dagegen noch verboten. Dennoch: Staatlicher Interventionismus regt immer mehr Menschen auf – vielleicht, weil er immer mehr, wie die Abwackprämie, Formen des Irrsinns annimmt…
Dass Parteien das Internet für ihren Wahlkampf nutzen ist fast schon ein alter Hut – eine ganz neue Dimension bringen Beiträge politisch aktiver Bürger ins Spiel. Das ist meist spannend und oft überaus professionell gemacht…
Es gibt Debatten, die hierzulande eigentlich nur im Internet wahrgenommen werden können – so die Debatte um den Klimawandel; jedenfalls soweit es um das „ob“ geht. In anderen Ländern sieht das ganz anders aus…
Liberale nennen die Planwirtschaft auch gerne Mangelwirtschaft. Nicht nur weil die Regale in der Planwirtschaft meist leer sind, sondern auch, weil diese Wirtschaftsform einen Mangel an Informationen, an Flexibilität, an Marktpreisen, an technologischem Fortschritt und an Demokratie vorweist.
surF bewegt sich heute „Unter Linken“. Das Buch des SPIEGEL-Redakteurs Jan Fleischhauer scheint eine erfreulich kräftige Diskussion loszutreten, die vielleicht dazu führt, dass sich verschüchterte Nicht-Linke ein wenig selbstbewusster gegen linken common sense zur Wehr setzen.
Wie zeigt man politisch weniger Interessierten, dass es in der Politik auch um Inhalte geht? Talkshows dürften da in der Regel kläglich versagen. Dafür hält das Internet so schöne Dinge wie den Wahl-O-Maten vor, mit dem sich in Form eines Quiz’ verorten lässt, wo man politisch steht…
Da ist er endlich, der Wahlkampf. Wer weiß, vielleicht handelt es sich nur um ein kurzes Aufflackern zur Europawahl, dem noch eine ruhige Phase folgt. Jedenfalls wird schon heftig ausgeteilt – neben der Politkonkurrenz kriegen vor allem „die Manager“ ihr Fett weg…
Warum sind populäre Irrtümer eigentlich so populär? Weil die Welt dann so schön einfach ist, wenn man dem Irrtum verfällt? Vielleicht haben deshalb gerade populäre Irrtümer in Sachen Gentechnik so gute Konjunktur…
Im medialen Bermudadreieck zwischen Aufklärung, Erziehung und Bildung arbeitet sich schon lange David Harnasch ab. Er konzentriert sich als „Bildschirmarbeiter“ vor allem auf das Fernsehen, das nicht nur in seinen Augen immer weniger Aufklärung, dafür aber immer mehr Erziehung bietet.
Irgendwann ist es tatsächlich soweit: Dann ist die Mittelschicht in Deutschland bis auf eine Person zusammengeschrumpft (Johannes Schlüter). Doch gegen diese Perspektive stemmen sich u.a. Londons Bürgermeister, zwei renommierte Wirtschaftswissenschaftler und natürlich die Stiftung für die Freiheit.
Was ist Aprilscherz und was nicht: Schwarze Autos werden verboten, Kratereinschläge in Ihrer Windschutzscheibe stammen von russischen Atombombentests und die SPD hat einen Plan zur Rettung der deutschen Wirtschaft…surF verschafft den Überblick.
Wenn "das Gespenst des Kommunismus im befleckten Bettlaken durch die Kulissen huscht", dann wird Karl Marx’ "Kapital" als Singspiel auf die Bühne gebracht. surF präsentiert diesmal so allerlei aus der Mottenkiste, das in Krisenzeiten wieder an die Oberfläche gespült wird…
"Reden wir darüber" – dieses demokratische Grundprinzip ist manchmal recht schwer umzusetzen. Mal schafft es eine Mehrheit, eine Minderheit zum Verstummen zu bringen, manchmal sorgen Prinzipien wie „Political Correctness“ für ein Ende der Debatte. Aber nicht im Internet...
Der Verbraucherschutz ist eigentlich eine feine Sache, doch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Thema in der Politik fast nur noch von Spielverderbern verwaltet wird, die den "Dümmsten anzunehmenden Konsumenten" vor Augen haben…
Während die Politik allerorten überlegt, ob sie nun doch noch Autos und Spielzeugeisenbahnen bauen oder Unterhosen herstellen soll, diskutieren Experten so manche grundlegende Reform, die selbst Talkshowgäste von Anne Will sprachlos machen würde. Zum Beispiel: Die Privatisierung des Geldes.
Eine Welt ohne Gentechnik, Atomkraftwerke, voll erneuerbarer Energien und ohne Kinderpornographie - und das alles schon übermorgen. Realität oder eher Stoff aus einem Kinderbuch? Netzfundstücke zu Illusionen und Realitäten…
"Mit allem gebotenen Respekt, Herr Präsident, das ist nicht wahr!" Schon in den ersten Amtstagen von Barack Obama beweisen die US-Amerikaner einen besonderen Stil – Barack Obama steht mitten im liberalen Gegenwind…
Zu den vielen Jubiläen des Jahres gehört auch der 60. Geburtstag des Grundgesetzes. Doch kann man einem Gesetz ja kaum etwas zum Geburtstag schenken – außer einer Verjüngungskur vielleicht und einem Artikel gegen "kleine grüne Teufel".
1991 fragte die Kongressbibliothek die Mitglieder des Book of the Month Club, welche Bücher den größten Einfluss auf ihr Leben gehabt hätten. Der erste Platz war keine Überraschung: Die Bibel. Danach kam ein Roman: "Atlas Shrugged" von Ayn Rand aus dem Jahr 1957...
Sind Kabarettisten per se links? Möchte man meinen, wenn man so den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verfolgt. Aber plötzlich taucht einer auf, der sogar mit dem Begriff Neoliberalismus umgehen kann. Nicht nur richtig – auch noch humorvoll!
"Verbote verbieten" – mit diesem Wahlkampfspot hat sich die hessische FDP einen natürlich nicht näher bestimmbaren Anteil ihrer 16 Prozent erwirtschaftet. Dass Verbote Konjunktur haben, bedauern aber nicht nur die Liberalen zwischen Kassel und Darmstadt…
Marktwirtschaft ist gar nicht so schwer – und gar nicht so dumm. Im Gefolge der öffentlichen Kapitalismusverteufelung der letzten Wochen schlagen die Marktwirtschaftler zurück: Mit Feder, Zeichenstift und Videokamera.
Der Kampf gegen Alkohol auf unseren Straßen tobt unablässig, der gegen Rauch aus dritter Hand beginnt, Liberale bekennen sich zu politischen Jugendsünden ("Ich war in den Jungen Union!", "Ich war Pubertätslinker!"). Dies und mehr in der ersten surF-Ausgabe des Jahres.
Zum Jahresende hat eine Branche immer besonders Konjunktur – die der Wahrsager und Prognostiker. Ihr Glück ist es, dass kaum jemand 12 Monate später ihre Weissagungen überprüft, denn vielfach werden die Prognosen derart schwammig formuliert, dass sie stimmen – egal was passiert.
Darf’s ein bisschen mehr sein? So manche Krise ist als Apokalypse verkauft worden, dies passiert gerade in Bezug auf die Weltwirtschaft. Wenn die schon keine ordentliche Konjunktur hat, dann wenigstens die Apokalyptiker, die ihren Untergang voraussagen, meinen Malte Lehming und andere.
"Die Akten einer Diktatur sind die Apotheke gegen Nostalgie", sagt Joachim Gauck, "Kapital ist, bildlich gesprochen, eine Brücke zu zukünftigem Konsum", meint Michael Kastner und Olaf Gersemann vergleicht, wie gut derzeit Marx und Hayek über die Ladentheke gehen.
Die Süddeutsche Zeitung entdeckt den Neoliberalismus für sich, eine deutsche Nobelpreisträgerin sagt als Naturwissenschaftlerin klare und grundsätzliche Worte zur Politik, nach Jungunternehmern gibt jetzt auch Jüngstunternehmer, die als Leistungsträger aber vielleicht bald in die Schweiz auswandern.
Probleme mit dem Rechtsbewusstsein gibt es nicht nur bei Schwarzfahrern, die ihr Tun fälschlicherweise häufig für eine harmlose Ordnungswidrigkeit halten. Die Erkenntnis des Rechts macht auch Polizisten und Bundespräsidentenkandidaten Probleme.
"Eine Bildungsrepublik kann am Mittagessen scheitern", sagt Lord Ralf Dahrendorf, Michael Miersch empfiehlt statt Windräder Förster zu exportieren und in Neuseeland stehen Liberale vor der Regierungsbeteiligung.
Endlich - der Präsident ist gewählt. Endlich können die Schwerter des Wahlkampfs abkühlen. Und endlich kann man sich wieder ein wenig mehr, was die USA und ihr Verhältnis zu Europa anbelangt, mit den Fakten befassen statt mit den Köpfen.
Wohin man schaut, die Finanzkrise ist das Thema der Stunde. Im ZDF, bei Maybrit Illner, hieß es noch vor vier Wochen: "Weltwirtschaft am Abgrund" - nun ist die Weltwirtschaft noch immer nicht die Klippe heruntergefallen...